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Samstag, 05.03.
frequenzberater pres. heiko laux
Heiko Laux / Kanzleramt , i220, u-turn
Carsten Stäcker / datapunk, frequenzberater
Maurizio Schmitz / frequenzberater,mauromusica


Seine ersten Gehversuche als Produzent begannen Mitte der 80er mit einem Casio Keyboard. Die Presets und Patterns wurden bearbeitet und das Ergebnis seinem Bruder in die Tasche gesteckt, der es im einzigen Tanzclub der Stadt, dem "Soccer Club", unter die Leute brachte.

Ende der 80er zog es den jungen Laux in das neu eröffnete Omen nach Frankfurt.
Als sein Bruder kurze Zeit später eine Kneipe eröffnete, verlagerte sich denn auch lediglich der Raum, die Idee blieb die selbe: man wollte gemeinsam in dieser neuen musikalischen Bewegung einen eigenen Weg, einen eigenen Sound finden. Anthony Rother, Johannes Heil, Patrick Lindsey – die gesamte erste Riege der kanzleramt.coms-Artists waren Stammgäste in jener legendären Kneipe, die "kanzleramt.com” hieß. Während Heiko dort an unzähligen Abenden seine DJ-Skills verfeinerte und seine Liebe zum 'darken’ Jeff Mills entdeckte, entwickelte sich der Gedanke, ein Label zu machen, zum festen Willen. Im Jahre 1994 gründete Heiko Laux kanzleramt.com.

Fast zeitgleich mit seinem späteren Hauptstadtumzug kam das Album 'Sense Fiction’ heraus. es war das leichteste Album, was Heiko jemals produziert hatte. Es klang leicht und verspielt, jazzig wie funky zugleich. Die Kritiker lobten Heiko für die gelungene musikalische Erforschung der Sinne und betonten die 'subtile Wirkung’ des Albums.

Inzwischen herrschte Hochbetrieb im kanzleramt.com. Slip hatte sein Debüt-Album releast, ebenso wie Diego. Die 'Sense Fiction’ Remix-Serie wurde gefeiert, wobei sich der Ricardo Villalobos-Mix auf Platz 1 der Groove Magazine Top 50 wiederfand.
Nach der europaweiten 'Fully Fledged’-Tour anlässlich des siebenjährigen Bestehens von kanzler-amt.com im Jahre 2001, widmete sich Laux seinem neuen Album. 'Ornaments’ wurde zu einem der wichtigsten Meilensteine für die persönliche Entwicklung Heikos.

als DJ reiste er durch die Welt, froh darüber, dass ihm dies bis heu-te die Gelegenheit gibt, regelmäßig aus der urbanen Materie herauszugleiten, um andere Blickwinkel und Perspektiven zu genießen.

Anfang 2003 brach Heiko in eine neue musikalische Offenheit auf. Hatte er bereits mit seinen früheren Alben angedeutet, dass er sich produktionstechnisch abseits der '4-To-The-Floor’-Rhythmik bewegen konnte, so beschleunigte das Zusammentreffen mit Studionachbar Theo Schulte diese Entwicklung. Das daraus entstandene Projekt 'Offshore Funk’ lässt sich locker als 'Funky Flow with Club Entertain-ment’ bezeichnen. Unter vier Augen verriet Laux das Geheimnis dieses persönlichen Erfolges: "Meine Geschwister und ich waren früher in einem Spielmannzug. Ich habe die Snaredrum gespielt. Da ha-ben sich bei mir einige Beats reingedonnert, die auf dem OFFSHORE-Album bestimmt wiederzufinden sind. Möglicherweise liegen meine Techno-Wurzeln in hessischer Marschmusik."
Zumindest seine kulinarischen Vorlieben tun dies, denn die Kreuberger Markthalle besucht er beson-ders gerne dann, wenn es dort 'Hessische Wochen’ gibt.