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Freitag, 07.07.
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Matias Aguayo( Kompakt / Köln )
Tobias Schmid ( Playmade )
DNS ( Fightclub )

EX-CLOSER-MUSIK-MANN MATIAS AGUAYO VERHILFT DER BASSDRUM ZU MEHR SINNLICHKEIT. SEIN AUF KOMPAKT ERSCHIENENES ALBUM «ARE YOU REALLY LOST?» IST EINE ODE AN DAS NACHTLEBEN. TIEF DER BEAT

Diese Deepness ist eine runde Sache. Bei Matias Aguayo kugeln die Bässe förmlich durch den Raum. Bässe, die sexy, warm und hypnotisch wummern. Bässe, die so unverkennbar sind, dass man hinter ihnen einen Sinn vermutet. Ist die Bassdrum nach Matias Aguayo Konzept? «Irgendwie bin ich halt immer wieder bei diesem Beat hängen geblieben. Das war kein bewusster Prozess,hat aber viel mit dem zu tun,was ich beim Tanzen fühle.» Die Musik von Aguayo kommt direkt aus der Hüfte.
Und zielt genau dorthin. Der Beat ist Sex, der Groove predigt Körperlichkeit.Der 31-jährige Kölner mit chilenischen Wurzeln will den Tänzern Raum schaffen. Diese «Idee von Nacht», wie er es nennt, war auch der Motor der Liveauftritte, die er zusammen mit seinem früheren Closer-Musik-Partner Dirk Leyers absolvierte.

Im Mai 2000 debütierten Aguayo und Leyers auf Kompakt mit der EP «One
Two Three (No Gravity)».Ein Klassiker. Wohl vor allem wegen Aguayos Sprechgesang, der sich samten über die Beats legte.Vier weitere gemeinsame Kompakt-Releases folgten, darunter das Album «After Love».Dann die Trennung.Es sei Zeit gewesen,«woanders neu anzufangen», sagt Aguayo.Woanders? Dirk Leyers legte kürzlich ein elegisches Solo-Album vor, jetzt ist der Deutsch-Chilene mit «Are You Really Lost?» an der Reihe. Natürlich bei Kompakt.

Aguayo verbindet viel mit dem Renommierlabel.«Wir sind halt zusammen mit elektronischer Musik gross geworden. Kompakt ist für mich die perfekte Plattform. Hier läuft alles sehr professionell, und ich habe freie Hand, von der Musik bis zur Gestaltung des Plattencovers.» Carte Blanche hatte Aguayo auch bei den Vocals,die auf dem neuen Album erdiger klingen als in früheren Produktionen. Reifer.

Und bunten Einsatz finden:Mal poppig,verschnipselt oder Beat-boxig und auch mal wie ein Echo aus YelloTagen. Entstanden ist das neue Album in Zusammenarbeit mit Marcus Rossknecht aka Roccness. «Als wir uns kennen gelernt haben, war Marcus Resident-DJ im Nitsa in Barcelona. Musikalisch haben wir uns sofort verstanden. Bei mir hatten sich damals all die Stücke angestaut. Marcus hat die dann auf den Punkt gebracht.» Im Moment ist das Duo Aguayo/Rossknecht gleich mit mehreren Releases am Start: Für die aktuelle Kompakt-Kompilation «Total 6» haben sie ein
Stück beigesteuert, auf Ladomat ist ein Turner-Remix erschienen und, ebenfalls auf Kompakt, die 12-Inch «De Papel», als offizieller Vorgeschmack auf das Album. Neben seinen Produktionen organisiert Aguayo auch regelmässig Partys. Etwa im elektronischen Untergrund von Buenos Aires.Mit der Stadt am Rio de la Plata,wo er eine Zeit lang gelebt hat,identifiziert er sich mehr als mit seinem Geburtsland.Abseits auch einer Chile-Connection um Luciano und Villalobos wird der Musiker hier seine Vision der Nacht verwirklicht haben. Mit einer Deepness, die förmlich durch den Raum rollt.

00.00 h Entritt 8EUR


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