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Freitag, 24.03.
fightclub
Chloe ( Kill the Dj I Karat I Paris )
Play ( DIY )
DNS ( Fightclub )

Blackdata VJs ( Hamburg )

CHLOÉ - baut die Brücke zwischen minimalem Techno und hippeligen
Elektro- Funk.

Chloé Thevenin wirbelt als feminine Feste der elektronischen Tanzmusik Marke Frankreich neben ihren männlichen Gleichgesinnten wie Ark, Cabanne, Ivan Smagge und Feadz die Szenen jenseits der Heimat gehörig durcheinander. Die Zeit war mehr als reif, denn das, was aus Frankreich kam, war ausgereizt und dringend überholungsbedürftig.

Mitte der 90er Jahre ist Frankreich in Sachen elektronischer Musik in aller Munde. Air zeichnen mit ihrem Album "Moon Safari" für die loungige Variante verantwortlich, während es Daft Punk überlassen bleibt, die Tanzenden in die Zange zu nehmen - Laurent Garnier einmal außen vor gelassen. In jenen Tagen sammelt eine neue Generation ausgehsüchtiger Jugendlicher erste Rave-Erfahrungen.

Miss Kittin hüpft in jenen Tagen genauso über die Tanzfläche wie Michel Amato aka The Hacker oder Chloé. Sie alle machen sich seit den späten 90ern daran, das Erbe von Air und Daft Punk anzutreten und Frankreich auf der Techno-Karte neu zu verorten. Mit Dirty Electro oder Minimal-Techhouse setzt die neue Produzentenriege ihre eigenen Akzente.

Chloé begeistert sich im frühen Teenageralter für The Velvet Underground, David Bowie und Brian Eno. Kaum dass sie im Alter von 15 ihre ersten Gitarrenakkorde beherrscht, eifert sie Nico nach. Zwei Jahre später ersetzen dann elektronische Klänge die psychedelischen Gitarrenwände. 1997 ersetzen Plattenspieler und Mixer die Gitarre komplett. Die vielen Stunden an den Plattenspielern zahlen sich
schnell aus: zwei Jahre später gehört Chloé zur Speerspitze der Pariser Techno-DJs.

Mit einer Residency auf dem schwimmenden Club Batofar festigt sie ihren Ruf als technisch versierte und äußerst groovig agierende DJane. Zudem lernt sie Optimo, Sextoy und den Rest der Pulp-Crew kennen und findet dort neben Ivan Smagghe, Joakim und internationalen Gast-DJs wie Ellen Allien und Acid Maria ihr musikalisches Zuhause - mit 'No Dancing Please' bekommt sogar ihren eigenen Abend.

Die beiden Mix-CDs "Mezzanine De L'Alcazar Vol. 2" und "I Hate Dancing" weisen sie als feinfühlige DJane mit einer Vorliebe für Minimalistisches aus. Deepe Housegrooves von Phonique stehen neben pfundigen Beats von Tiga und verträumten Sphären des Hamburger Produzenten Lawrence. In ähnlichen Gefilden bewegt sich Chloé mit ihren eigenen Produktionen. Allen voran die "Forgotten EP", deren Track "Sometimes" bei Karotte ebenso auf den Plattenspielern landet wie bei Michael Mayer.

Seit 2000 tourt die beliebte Französin - mit dem charmant launigen Understatement - intenssiv um die Welt. Neben den häufigen Show Ups in Deutschland (mittlerweile mit 4 Residenzen in Stuttgart, Berlin, Hamburg und Köln), Österreich, Schweiz, Italien, ist sie mehrmals in Russland, der Ukraine und Asien gewesen, startet in den USA und GB gerade richtig durch, hat also eigentlich keine Zeit für irgend etwas.

In freien Minuten zieht sich Chloé in ihr Landhaus zurück und arbeitet an neuen Produktionen. Ihre Landsleute von Scratch Massive setzen genauso auf ihre Remix-Skills wie die Get Physical-Mentoren von Booka Shade. Residencies von Paris bis Stuttgart halten die zierliche Französin zusätzlich auf Trab.

Die DJ Chloé ist anders als die Produzentin. Da pumpt sie mit der Präzision eines Schweizer Uhrwerks verchromten Rokno und feisten Minimal-Funk auf den Floor. Sie hat das Fingerchen für den Moment, weiß, wieviel Pop Appeal nötig ist und wie weit sie ihre Vorlieben ausreizen darf. Dadurch bleibt sie einzigartig, unikat und nicht
zuletzt eine der aufregendsten Frauen der DJ Welt.

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