Waagenbau Shop

Archiv | Aktuelle Termine August 2017 | Vorschau September 2017

Freitag, 25.04.
weald
elektronik

djs:

wighnomy brothers
(freude am tanzen)

julius steinhoff (smallville)

rené dachner (weald)

00:00 10EUR


Info:

Großes Freude Am Tanzen Finale am 25. April im Waagenbau. Monkey Mafia und Robag Wruhme, auch bekannt als die Wighnomy Brothers, kommen in diesem Sinne nach Hamburg und versprechen uns nicht mehr und nicht weniger als eine ausgefeilte Metawuffmischfelge. So nämlich heißt die neu erscheinende Mix CD der beiden, die es ab April beim Plattenhändler eures Vertrauens zu kaufen geben wird. Selektiert und elektrogemischt von Gabor Schablizki alias Robag Wruhme erwartet uns ein vielfältiges und abwechslungsreiches Potpourri unterschiedlichster Facetten elektronischer Musik. Wie sich das im Club anfühlt können die geneigte Dame und der geneigte Herr dann in einer Art Selbstversuch im April im Waagenbau feststellen. Vollstes Vertrauen in dieses Unterfangen setzen in dieser Nacht auch die Herren Steinhoff und Dachner. New Rave Was Last Week!


Wighnomy Brothers (Freude Am Tanzen)

Hallo, liebe Freunde der Gaumenlust! Mehr oder weniger gibt es doch 3 verschiedene stilistische Nahrungsaufnahme-Methoden: 1. ordentlich Reinhauen; 2. Leiden durch Verzicht in Form von Diät und 3. die richtig gute ausgewogene Schlemmerei. Die Wighnomy Brothers aus Jena haben sich Letzterem verschrieben, nur ernähren sie sich nicht nur von natures Leibesfrüchten sondern saugen jeden Tag die ausgewogenste Musik in sich auf, um sie dann grazil in die weite Welt hinaus zutragen. Dabei mopsen sie nicht nur die auf Vinyl verewigte Oberklasse-Klangeskunst anderer Süchtiger, sondern schiessen auch eigenes Eisen aus der Schmiede. Die beiden Tonkunst-Junkies reagieren und drehen sich um, wenn man sie mit Gabor Schablitzki alias Robag Wruhme und Sören Bodner alias Monkey Maffia verbal konfrontiert. Beide sind gerade in der Blüte ihres Lebens und begannen bereits als Knospe sich musikalischen Devotionalien zu unterwerfen. Begonnen hat alles mit blondgefärbter Dauerwelle, Nietenarmband, gestreiften Stretchhosen und richtig Heavy Metal, mit allem was dazu gehört. Nein, das hier ist erlogen und nur zur kurzzeitigen Irreführung mit Aufatme- und Schmunzel-Ziel gedacht. Kennen gelernt haben die beiden Buddy’s sich 1988 beim Breakdancen. Wie es sich für offene Adoleszente gehört, ließen sie verschiedene Musikstile ihre Gehörgänge passieren, angefangen von Hip Hop, frühe elektronische Musik jeglicher Kolleur, Ambient, House, Techno, Jazz, Funk, ja sogar Alternative/Independent-Rock. Beide erkannten sehr bald, dass die wahre Soundästhetik, jenseits des Instruments, in voller Kraft nur aus den Rillen des Vinyls hervorquillt. Seit dem wird aufgesaugt, selektiert und aufgelegt, mit der Folge dass die hauseigene Phonothek jedes Jahr ein neues Regal verschlingt. Erstes Refugium: Gabor steht in der ersten Dekade der 90iger als "Der Chill-Out DJ" hinter den Decks vieler der entspannteren Floors auf Mutter Erde. Zwischenzeitlich machte er mal einen auf Herbie Hancock und stand virtuos hinter einer Keyboardbude. 1996 gründete er mit Volker Kahl das Projekt "Beefcake", welches sich eher experimenteller, gleichzeitig harmonischer Electronica widmet und bereits einige international sehr anerkannte Veröffentlichungen auf dem Buckel hat. Bis 1997 flitzten sie als Gabor & Sören durch die Thüringer Club- und Partylandschaft und sind bis heute Residenten im altehrwürdigen Club Kassablanca in Jena, nur eben seit April 97 als Wighnomy Brothers. Seit der Gründung des Labels Freude am Tanzen geht es stetig Bergauf, natürlich nicht ohne Stolpersteine wie Marktmechanismen und Rückschläge usw. ertragen zu müssen. Aber gemäß dem Motto (aber jetze aufgepaßt!) "Stehter Tropfen höhlt den Stein" wurde der Zug FAT mit Dampflok Wighnomy Brothers immer wieder auf die richtigen Gleise gelenkt und hat seit zwei Jahren noch ein zusätzliches Zugabteil Namens Musikkrause. Die freundschaftliche Zusammenarbeit mit dem Kölner Kompakt-Stall muß hier auch noch erwähnt werden. Der schon immer vielfältige Stil der WB’s hat sich durch Cluberfahrung, Produzententätigkeit und noch mehr Geschmackserweiterung weiterentwickelt, zu einem funktionalem Kicken mit immer währendem Blick auf den rockenden Dancfloor. Ursprünglich eher im Deep-House und traditionellem House mit Latin, Vocal, NuJazz Färbung heimisch ist das musikalische Spektrum inzwischen in Richtung "Raven mit Verstand" fortgeschritten, also sinnstiftende, intelligente, technotronische, abwechslungsreiche Tanzmusik für Körper und Seele ohne berechenbar zu sein. Alles was die Boxen verlässt geht ins Mark und bringt die Säfte zum kochen, egal ob minimal, bouncend, geschaffelt, gebrochen, gejazzt. Beide sind auch Solo-Plattenvorsteher als Robag Wruhme (auch Produzenztensynonym) und Monkey Maffia, um mal dem Wighnomy-Ehe-Haussegen zu entkommen, damit auf eigene Faust Inspirationen ausgeteilt und eingeholt werden können, was dann wiederum die gemeinsame Zusammenarbeit befruchtet. Monkey-Sören ist außerdem Inhaber des Plattenladens Fatplastics in Jena: also ein idealer Zufluchtsort und Kommunikationsplattform. Wodka raus, Wighnomy frei!!!


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